Lebenserwartung in Deutschland

Aktuelle Daten zu Trends und Unterschieden

Differenzen in der Lebenserwartung

Auf dieser Seite finden Sie Daten zu den Geschlechter-Differenzen in der Lebenserwartung in Deutschland, Unterschieden zwischen West- und Ostdeutschland, regionalen Differenzen auf Bundesländer- und Kreisebene sowie Unterschiede nach Bildungsgrad, Einkommen und Beruf. Diese stehen jeweils als Tabellen oder Grafiken im PDF-Format zur Verfügung und können durch Anklicken der entsprechenden Links geöffnet bzw. heruntergeladen werden.

Geschlechter-Differenzen

Analysetyp: Periodenberechnungen
Zeitraum: 1871—2019
Daten: Statistisches Reichsamt, Statistisches Bundesamt
Berechnungen: Statistisches Reichs- bzw. Bundesamt, M. Luy
Anmerkungen: Die Werte vor 1950 sind den amtlichen Sterbetafeln für das Deutsche Reich entnommen, wie sie vom Kaiserlichen Statistischen Reichsamt berechnet und veröffentlicht wurden. Die Werte nach 1950 entstammen eigenen Berechnungen, die auf Grundlage der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten zur altersspezifischen Zusammensetzung der Sterbefälle und der durchschnittlichen Bevölkerung durchgeführt wurden. Aufgrund der offensichtlichen Übererfassung älterer Männer in der durchschnittlichen Bevölkerung Westdeutschlands wurden die altersspezifischen Sterberaten für die Altersgruppe 90+ bei den Männern West– und Gesamtdeutschlands in den Jahren 1970 bis 2012 korrigiert. Mit dem Zensus 2011 scheint dieses Problem eliminiert, so dass ab dem Jahr 2013 (dem ersten Jahr unter Verwendung der Daten auf Basis des Zensus 2011) auf diese Korrektur wieder verzichtet wurde. Gleichzeitig wurde für die Berechnungen ab 2013 der Bereich der Einzelaltersstufen um zehn Jahre erweitert, so dass das letzte nach oben offene Altersintervall nun die Altersstufen 100+ umfasst. Generell ist der durch den Zensus 2011 entstandene Bruch in den Zeitreihen ab dem Jahr 2013 bei allen Datenserien für die deutsche Wohnbevölkerung zu berücksichtigen. Im Gegensatz zu den Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes beziehen sich die hier berechneten Sterbetafeln jeweils auf nur ein einziges Kalenderjahr. Diese Berechnungen wurden ab 1950 den Tafeln des Statistischen Bundesamts vorgezogen, weil sich bei den amtlichen Sterbetafeln die Berechnungsmethoden während dieses Zeitraums nicht nur veränderten, sondern sich vor allem zwischen West- und Ostdeutschland unterschieden. Die hier zusammengestellten Werte des Zeitraums ab 1950 sind für alle Bevölkerungen mit der gleichen Methode (Sterbeziffern-Verfahren, siehe Berechnungsmethoden) berechnet und somit direkt miteinander vergleichbar. Die Umstellung des letzten nach oben offenen Altersintervall von 90+ auf 100+ ab dem Jahr 2013 wirkt sich in den Werten für die Lebenserwartung erst ab der zweiten Kommastelle aus.

West-Ost-Differenzen

Analysetyp: Periodenberechnungen
Zeitraum: 1950—2019
Daten: Statistisches Bundesamt
Berechnungen: M. Luy
Anmerkungen: Die Werte entstammen eigenen Berechnungen, die auf Grundlage der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten zur altersspezifischen Zusammensetzung der Sterbefälle und der durchschnittlichen Bevölkerung durchgeführt wurden. Aufgrund der offensichtlichen Übererfassung älterer Männer in der durchschnittlichen Bevölkerung Westdeutschlands wurden die altersspezifischen Sterberaten für die Altersgruppe 90+ bei den Männern West– und Gesamtdeutschlands in den Jahren 1970 bis 2012 korrigiert. Mit dem Zensus 2011 scheint dieses Problem eliminiert, so dass ab dem Jahr 2013 (dem ersten Jahr unter Verwendung der Daten auf Basis des Zensus 2011) auf diese Korrektur wieder verzichtet wurde. Gleichzeitig wurde für die Berechnungen ab 2013 der Bereich der Einzelaltersstufen um zehn Jahre erweitert, so dass das letzte nach oben offene Altersintervall nun die Altersstufen 100+ umfasst. Generell ist der durch den Zensus 2011 entstandene Bruch in den Zeitreihen ab dem Jahr 2013 bei allen Datenserien für die deutsche Wohnbevölkerung zu berücksichtigen. Im Gegensatz zu den Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes beziehen sich die hier berechneten Sterbetafeln jeweils auf nur ein einziges Kalenderjahr. Diese Berechnungen wurden ab 1950 den Tafeln des Statistischen Bundesamts vorgezogen, weil sich bei den amtlichen Sterbetafeln die Berechnungsmethoden während dieses Zeitraums nicht nur veränderten, sondern sich vor allem zwischen West- und Ostdeutschland unterschieden. Die hier zusammengestellten Werte des Zeitraums ab 1950 sind für alle Bevölkerungen mit der gleichen Methode (Sterbeziffern-Verfahren, siehe Berechnungsmethoden) berechnet und somit direkt miteinander vergleichbar. Die Umstellung des letzten nach oben offenen Altersintervall von 90+ auf 100+ ab dem Jahr 2013 wirkt sich in den Werten für die Lebenserwartung erst ab der zweiten Kommastelle aus.

Regionale Differenzen

Analysetyp: Periodenberechnungen
Zeitraum: Periode 2017/2019 (Bundesländer) sowie Jahre 1995 und 2010 (Kreise)
Daten: Statistisches Bundesamt, Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumordnung
Berechnungen: Statistisches Bundesamt, Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumordnung
Anmerkungen: Auf dieser Seite finden Sie Periodenberechnungen für die durchschnittliche Lebenserwartung auf Bundesländer- und auf Kreisebene. In der ersten Tabelle sind die Lebenserwartung bei Geburt, e(0), und die fernere Lebenserwartung im Alter 65, e(65), für die 16 Bundesländer nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamts für die Jahre 2017/2019 zusammengestellt. Die zweite Tabelle enthält die vom Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumordnung berechneten Werte für die Lebenserwartung bei Geburt, e(0), der Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands für die Jahre 1995 und 2010.

Sozioökonomische Unterschiede

Analysetyp: Periodenberechnungen
Zeitraum: Periode 1991/93
Daten: Lebenserwartungssurvey des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung
Berechnungen: M. Luy, C. Wegner-Siegmundt
Anmerkungen: Für die Messung der sozioökonomischen Unterschiede in der Lebenserwartung besteht in Deutschland die Schwierigkeit, dass die amtliche Statistik keine Mortalitätsdaten nach Bildung, Einkommen oder Beruf zur Verfügung stellt. Deshalb können hier nur Schätzungen anhand von Survey-Daten durchgeführt werden. In unten stehenden Tabellen finden sich entsprechende Werte für die Frauen und Männer Westdeutschlands, die mit der für dieses Projekt entwickelten „Longitudinal Survival Method“ geschätzt wurden. Als Datengrundlage diente der Lebenserwartungssurvey des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) für die alten Bundesländer. Die Schätzungen beziehen sich auf die fernere Lebenslebenserwartung im Alter 40, e(40), und im Alter 65, e(65). Daneben findet sich in den Tabellen in der Spalte mit der Überschrift l(65)/l(40) die Information darüber, wie viele 40-jährige Personen nach diesen Schätzungen das Alter 65 erreichen. Ein Wert von 0,789 bedeutet hier beispielsweise, dass nach diesen Schätzungen 78,9% der 40-jährigen das Alter 65 erleben. Der Link zur entsprechenden Publikation mit genauer Beschreibung der diesen Werten zugrunde liegenden Daten und Methoden ist am Ende der Anmerkungen zu finden. Dort können auch die Sterbetafeln für jede Subpopulation mit den 95%-Konfidenzintervallen für die fernere Lebenserwartung im Alter 40 und 65 abgerufen werden. Die Tabelle ist auf die Subpopulationen beschränkt, für die im Lebenserwartungssurvey mindestens fünf Sterbefälle registriert sind.

Quelle: Luy, Marc et al., 2015: “Life expectancy by education, income and occupation in Germany: Estimations using the Longitudinal Survival Method”, Comparative Population Studies 40(4): 399-436 [Link zum Artikel]